Finthen stark in Spargel und Gewerbe

Finthen stark in Spargel und Gewerbe

Finthen – Wirtschaft und Politik gehören zusammen. Beim Neujahrsempfang des Finther Gewerbevereins trafen Vereinsvorstand, Mitglieder und lokale Politiker mit dem Mainzer Wirtschaftsdezernenten Christopher Sitte (FDP) und der Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich (CDU) im Atrium Hotel zusammen. Katharina Gerstmann, die Vorsitzende des Gewerbevereins nahm die Gelegenheit wahr, Rückschau zu halten und einen Ausblick zu geben.

Erst im letzten Jahr ist der Verein mit dem Neujahrsempfang gestartet und setzt dies des guten Erfolges wegen in diesem Jahr fort. „Wir haben viel positives Feedback bekommen“, so Gerstmann. Im Sommer fand wieder einmal das beliebte Bobby Car-Rennen in der Jungenfeldstraße in Kooperation mit dem MSC und erstmals auch mit dem FCV statt. Die gute Nachricht: 2018 wird es wieder ein Rennen geben, allerdings zieht sich der Gewerbeverein aus der Organisation zurück und dafür übernimmt der Förderverein der Grundschule.

Die letzte Mitgliederversammlung sei mit einer Weinprobe verbunden gewesen, um das Interesse zu stärken, was ebenfalls von Erfolg gekrönt war. Philipp Schick ist jetzt neuer Schatzmeister, nachdem Frank Gloede, der nun in Hechtsheim tätig ist, quittiert hatte. Die Weihnachtsbeleuchtung, auch ein Werk des Vereins, ist, wie Katharina Gerstmann sagte, nun „fast komplett“ auf LED umgestellt. Und: In diesem Jahr wird wieder ein „Finther Verzeichnis“ mit sämtlichen Mitgliedern erscheinen.

Edith Piaf ist nicht mehr, es lebe Marie Sophie Hoederath. Zur Begleitung von Lada Nevmyatullina am Klavier brachte die Ausnahmekünstlerin mit ihrer wunderschönen Stimme französische Chansons. Foto: Helene Braun

Für die Weihnachtsbeleuchtung ist Ortsvorsteher Herbert Schäfer sehr dankbar. Er warb in seiner Ansprache für das Finther Gewerbe. „Wir sind in Finthen gut aufgestellt.“ Handel und Gewerbe seien die Stärken. Auf dem Layenhof entsteht gerade ein Handwerkerhof, der weitere Gewerke anziehen soll, interessant gerade für kleinere Betriebe, die auch mit kleinen Flächen klarkommen. Schäfer lobte: „Der Gewerbeverein steht voll hinter dem Vorhaben.“ Weitere Finther Besonderheiten: Der Finther Spargel sorgt für Finther Renommee weit über die Mainzer Grenzen hinaus und die Maxime „Vom Feld frisch auf den Tisch“ gelte auch für die weiteren landwirtschaftlichen Produkte. Einen Wunsch an den Gewerbeverein habe er noch, so Schäfer weiter. Sei das neue Bürgerhaus erst fertig, würde er eine Leistungsschau des Gewerbes in Finthen sehr begrüßen.

Auch Christopher Sitte äußerte eine Bitte. Die ging an die Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich. Und zwar Einfluss zu nehmen, dass es mit der Räumung der GfZ-Kaserne etwas schneller vorangehe, insbesondere um das dort angesiedelte Unternehmen Biontec, dessen Forschung eine Revolutionierung der Therapie bei Krebs in Aussicht stellt, am Standort zu halten. Jetzt, wo erstmals Mainz im Städteranking unter den Top 10 sei (Wiesbaden ist auf Platz 39) und „so gut wie Vollbeschäftigung“ herrscht, will er die Stadt wirtschaftli8ch noch weiter nach vorne bringen. Nur, das gab Groden-Kranich zu bedenken, sei die Räumung der GfZ-kaserne abhängig von den Fortschritten bei der Kurmainz-Kaserne, wo jetzt die Bagger rollen.

 

Text: Helene Braun / Lokale Zeitung